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Ansicht vom Johannisberg
Schloßhof
Schloßhof am Rotweinfest (abends)

Das Schloß

Bis auf den heutigen Tag dient das mitten im Ort gelegene Wallhäuser Schloss den jetzigen Fürsten von Salm-Salm als Wohndomizil, im linksrheinischen Raum eher ungewöhnlich, da doch in der napoleonischen Zeit die meisten linksrheinischen Fürsten ihre Stammsitze aufgeben mussten. Neben der katholischen Pfarrkirche St. Laurentius ist es im Ortsbild ein besonders markantes Gebäude.

Wie bereits erwähnt, wurde das Schloss um 1565 von den Herren von Dalberg, Kämmerern zu Worms, errichtet. Aus der Anfangszeit der Bebauung stammen u. a. ein polygonaler Treppenturm und weitere Gebäudeteile. Im 18. Jahrhundert, vor allem nach 1702, wurde das Schloss umgebaut und stark erweitert.

Die noch vorhandenen Hauptgebäude stammen mit der Durchfahrt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Sie bestehen aus unverputztem einheimischem Schiefer-Bruchsteinmauerwerk in drei Stockwerken von fünf bis zehn Achsen. Besonders beachtenswert ist im Hauptflflügel die Hofdurchfahrt mit ansehnlichem Portal, das in einem Segmentbogen schließt. Über dem Portal befifinden sich zwei ovale Schilde mit dem Wappen des Bauherrn Hugo von Dalberg (1703–1754) und seiner Ehefrau (geb. Zobel von Giebelstatt) in schöner Rocaille-Umrahmung. In der Tordurchfahrt steht das Doppelgrabmal des Diether von Dalberg und seiner Ehefrau Anna von Helmstedt mit der Jahreszahl 1531. Die Relieffifiguren stellen die Verstorbenen dar. Der genannte Treppenturm weist keine Treppe mehr auf. Über dem Gewölbeschlussstein ist das Dalberg-Waldbottsche Wappen eingemauert. Historisch erwähnenswert ist ein früherer im Innenhof aufgestellter Grenzstein. Auf ihm sind zwei springende Lachse (Salme) dargestellt, die Wappentiere derer zu Salm-Salm, der jetzigen Eigentümer und Bewohner des Schlosses Wallhausen.

Quelle: Chronik Wallhausen S. 30