Kultur & Vereine
Kath.Kirche Schloß Zünfte Vereine
St. Laurentius in Wallhausen

Die katholische Kirchengemeinde Wallhausen gehört zur Pfarreiengemeinschaft Braunweiler-Schöneberg-Spabrücken-Wallhausen.

Die Pfarreiengemeinschaft ist seit 15.01.2011 mit einem eigenen Auftritt im Internet präsent, auf denen alle Informationen rund um die Kirchengemeinde informativ bereitgestellt sind:

http://www.treffpunkt-kirche.info

 

An dieser Stelle soll ein wenig auf den historischen Hintergrund unserer Pfarrkirche eingegangen werden.


Die zeitgeschichtlichen Umstände 

Ein Kirchenbau in schwerer Zeit: 1791 bis 1794 . 

Jeder Kirchenbau hat seine eigene Geschichte und sein eigenes Bedingungsgefüge.
Dies gilt auch für Kirchen in einem engen, abgeschlossenen Herrschaftsbereich. 
So bauten 1731 bis 1736 die Franziskaner in Spabrücken die dortige Wallfahrtskirche
weitgehend aus eigener Kraft. 1789 gelang es den Sommerlochern, die Mannheimer 
Hofkammer zu einem für den Neubau ihrer Kirche entscheidenden finanziellen Beitrag 
durch Gerichtsbeschluß zu zwingen. 
Als im Jahre 1791 die Pfarrkirche St. Laurentius in Wallhausen einer grundlegenden 
Renovierung bedurfte, schienen für dieses Vorhaben alle Bedingungen erfüllt. 
Die mit dem Patronat dieser Kirche seit Jahrhunderten betrauten Freiherrn von 
Dalberg hatten für eine solche Notwendigkeit gut vorgesorgt. In ihrer Verordnung 
vom 3. 4. 1682 richteten sie eine Gemeinsame Collectur für 12 alle Kirchen gefälle 
der Herrschaft Dalberg in Wallhausen ein.') In einem Bestallungsbrief vom 6. Juni 1686
wird als ein solcher Collector der geistlichen Gefälle und Stiftungen Carl Martin Langen von  Deidesheim präsentiert und sein Aufgabenfeld präzise umschrieben. Fortan werden alle alten und neuen Stiftungen an die Kirchen zu Spabrücken, Dalberg und Wallhausen zu einem  gemeinsamen Fonds zusammengeführt und einem Bediensteten der Herrschaft zur Verwaltung  unterstellt. Vor allem die der Wallfahrtskirche in Spabrücken zugedachten Zinsen aus Hofgütern  zu Siefersheim, Rüdesheim, Erbes Büdesheim und Mandel füllten bald die Kassen dieses  Kirchenfonds. Als dann das zuständige Generalvikariat in Mainz auf den Tatbestand der  Abschottung dieses Kirchenfonds gegenüber der zuständigen Kirchenverwaltung aufmerksam wurde, erhielt Dechant Gertler aus Bingen den Auftrag, nach Wallhausen zu gehen, um an Ort  und Stelle eine Revision durchzuführen. Sein an das Generalvikariat in Mainz am 6. Oktober 1779 übersandter Bericht hat folgenden Wortlaut: 

(1) 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16
Seitenanfang